Tag 4: Glutofen Fojedöra und Erstversorgung im Pragser Wildsee

Der letzte Tag der Ladinienrunde sollte uns über nur einen Bergpass führen, der aber war hart zu erkämpfen. Bereits zum Start um 8:30 Uhr war es schon warm genug für kurz/kurz, Armlinge oder Weste blieben im Rucksack.



Um etwas Strecke abzukürzen fuhren wir nicht erst in den Ort, sondern hinterm Haus den Berg hinauf. Am Ende der Straße mussten wir gleich schieben, der Wanderweg war dann doch zu steil.


Zurück auf Straße und Schotterweg ging es erbarmungslos bergauf, anfangs durch den schattigen Wald auf der Strecke des Kronplatz-Bikemarathons, später immer ungeschützter in der heißen Sonne auf dem Weg zum Pass. Etwa ab der Hälfte des Anstiegs (mittlerweile mit ca 600hm in den Beinen) fuhr dann keiner von uns mehr längere Strecken.


Bis zur Passspitze haben wir uns wohl alle drei gefragt, für was wir das eigentlich machen. Die letzten 300m Laufstrecke sind dann auch das steilste Wegstück, das ich mit dem Bike bewältigt habe. 


Oben auf dem Pass wurden wir für die Mühen aber belohnt. Auch die Biker-Amnesie stellte sich angesichts  der Aussicht auf den Abfahrtstrail umgehend ein und ließ die voran gegangenen Strapazen vergessen. 


Im Gegensatz zum direkten – nicht fahrbaren – Weg nach unten, den ich noch aus 2009 kannte, wählten wir diesmal den Wanderweg 24. Der führte erst recht flach über die Hochalm, dann schmal am Hang entlang, ehe er sich steil nach unten drehte und in ein Trailmonster der Kategorie 3 auf der Singletrailskala verwandelte. Dabei war insbesondere das lose Geröll die Haupt-Herausforderung. 


Unnötig zu erwähnen, dass Holger fast alles gefahren ist, während Dirk und ich die eine oder andere Schiebepassage hatten. In jedem Fall hatten Bremsen und sonstiges Marerial ordentlich zu tun. 


Im unteren Teil wird der Trail dann wieder etwas flacher und führt entlang des Bachbetts / Geröllfelds der Schneeschmelze. Hier versuchte  Dirk dann mit dem Bike eine (vom Skispringen bekannte) Telemark-Landung – und holte sich (zum Glück nur) ein blutiges Knie.


Nach grober Wundversorgung am Ende des Geröllfelds fuhren wir sehr langsam (da eigentlich Durchfahrtsverbot für Biker) durch die Ausläufer des Naherholungsgebiets mit zunehmenden Menschenmassen.


Am Pragser Wildsee angekommen machten wir Halt, um Dirks Knie etwas besser zu versorgen und die Füße (und mehr) ins sehr kalte Wasser zu halten. In den Gardasee können wir bei dieser Tour ja nicht reinspringen…

Nach ausgiebigem Genuss der Kulisse führen wir weiter bis zum Parkplatz und machten Mittagsrast. 


Den Rest der Abfahrt führen wir auf einem schönen Waldtrail, dann über die Straße und zum Schluss teilweise auf der Stecke des Dolomiti Superbike durchs Feld bis Toblach.


Dort erwartete uns im Apparthotel Germania wieder unser Zimmer vom Samstag. Nach Auspacken, Wäsche abgeben, Saunabesuch (nur Holger und ich) und Einkaufen fuhren wir dann mit dem Auto nach Innichen, um das Stoneman Startpaket (für die nächsten zwei Tage) zu kaufen. Angesichts der vergleichsweise „flachen“ Touren hatten wir uns entschieden, das Abenteuer trotz diverser Zipperlein anzugehen.


Zurück im Hotel machten wir und noch Abendessen und bereiteten uns auf den anstrengen kommenden Tag vor (60km mit >2000hm). 

2 Replies to “Tag 4: Glutofen Fojedöra und Erstversorgung im Pragser Wildsee”

  1. Sehr beeindruckende Bilder, super Leistung 💪👏Jungs, das Panorama lässt die Zipperlein verschwinden 😉. Mit dem Stoneman habt Ihr ja noch ordentlich was vor😳🤗. Viel Spaß weiterhin 👍

  2. Super tour und tolle Bilder! Holger, ich hoffe deinem Knie geht es schnell wieder besser! Euch Allen 3 viel Spass beim Stoneman.

Comments are closed.